Tipps zum Start

An was es vor dem Start zu denken gilt

Nach den Erfahrung aus unseren Anfängerkursen gibt es eine Reihe von Dingen, die geklärt sein müssen, bevor Sie selbst mit dem Imkern anfangen. Die Aufzählung ist sicher nicht vollständig, nennt aber wichtige Anhaltspunkte.

Alle Bienen stechen

Auf Friedfertigkeit gezüchtete Völker stechen nur selten, doch Sie müssen damit rechnen gestochen zu werden und das vertragen bzw. aushalten können. Anfangs ist ein Schutz mit Schleier ganz gut, mit der Zeit macht es mehr Spaß im T-Shirt zu imkern.

Bienenhaltung verlangt ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit

Von Ende April bis Anfang Juni geht es ein Mal die Woche um die Schwarmverhinderung. Wenn Sie sich da nicht kümmern, schwärmen Teile ihrer Völker aus und es gibt weniger Honig. Mitte Juli bis Anfang August ist die erste Varroa-Behandlung angesagt. Das ist ein Zwangstermin, der nicht verschoben werden kann. Anschließend den Urlaub so planen, dass Sie die Bienen bis Anfang September auffüttern können und dann zum zweiten Mal gegen Varroa behandeln.

Im Winter hingegen bleibt viel Zeit für anderes. Imker mit wenigen Völkern können sich mit KollegInnen absprechen, um auch im Frühjahr und Sommer einmal kurze Zeit unterwegs sein zu können.

Bienen brauchen einen bienentauglichen Platz

  • Nicht voll dem Wind ausgesetzt
  • Nicht in feuchten Senken
  • Nicht den ganzen Tag in praller Sonne

Für die Bienenbetreuung sollte der Platz gut zugänglich sein, weil manches an Material – und Honig! – an- und abzutransportieren ist. Fein ist, wenn Sie mit dem Auto bis an die Bienen kommen.

Geld kostet es auch

Eine Magazin-Beute (heute die Standard-Behausung eines Bienenvolkes) kostet bei Neukauf 150 € aufwärts. Zusätzlich ist anfangs viel Zubehör und Werkzeug zu erwerben. Die meisten Händler führen Komplett-Sets für Neuimker (auch Jungimker genannt). Die Beuten können Sie auch gebraucht kaufen von einem Vertrauen erweckenden Imker, der zuletzt keine Bienenkrankheiten am Stand hatte. Aber Obacht: Kein Beuten-Mischmasch! Da passt dann nie die mitgebrachte Zarge zu den Rähmchen.

Das Standard-Maß bei uns ist Zander

Imkern lässt sich aber in fast jeder Beute. Wer Einfachbeuten mag, macht am besten einen Kurs bei der Fischermühle in Rosenfeld bei Balingen (www.mellifera.de).

Für mehr als ein paar Gläser Honig sollten aber Magazin-Beuten genutzt werden. Zander bietet sich an, weil es hier sehr verbreitet ist und den Austausch erleichtert. Es gibt viele Modifikationen und Abwandlungen, unter anderem flache oder halbe Zargen für den Honigraum, wodurch das zu hebende Gewicht sich drastisch verringert.